Osteoporosebedingte Beckenringfrakturen im Alter – Konservative und operative Therapie
03.12.2025 - 15 Uhr, im Seminarraum im Untergeschoss des Krankenhauses - Eine Anmeldung ist NICHT erforderlich!
Bei jungen Menschen sind instabile Beckenringfrakturen häufig die Folge von Hochenergieverletzungen, wie Verkehrs- und Arbeitsunfällen oder Stürzen aus großer Höhe. Im Alter sind Beckenfrakturen dagegen oft auf Osteoporose, also einer verminderten Knochenqualität, zurückzuführen. Zudem wird die Sturzgefahr durch das Nachlassen der Sehkraft, der Muskelkraft wie auch der Koordinationsfähigkeit begünstigt. Schon ein banaler Sturz aus Standhöhe, z.B. durch Stolpern oder ein Sturz infolge einer Schwindelattacke kann schnell zur Beschädigung des Beckenrings führen. Auch das Risiko für spontane, so genannte Insuffizienzbrüche, ist durch eine Osteoporose erhöht.
Ein solcher Bruch kann das Leben eines älteren Menschen dramatisch verändern. Eine frühe Diagnose und geeignete Therapie sind daher entscheidend für eine gute Prognose. Die Behandlung hängt unter anderem von der Stabilität des Bruchs ab. Nicht-verschobene, stabile Frakturen des Beckenrings können zumeist erfolgreich konservativ mit Schmerzmitteln, kurzer Bettruhe und früher Mobilisation behandelt werden. Bei instabilen Brüchen kann dagegen eine operative Stabilisierung notwendig sein, um eine rasche Mobilisierung und Regeneration des Patienten zu ermöglichen. Dank moderner OP-Techniken und Materialien können diese Eingriffe heute in vielen Fällen minimalinvasiv und gewebeschonend durchgeführt werden.
Vivian Psyrras-Pappas, Oberärztin im Zentrum für Unfallchirurgie, stellt in ihrem Vortrag Diagnoseverfahren sowie die Möglichkeiten der konservativen und operativen Behandlung vor und geht auf den Risikofaktor Osteoporose ein.
Referentin: